Jahresbericht

Sie finden hier den aktuellen Jahresbericht 2012 des Vorstands.

Mitgliederzahl 153


Veranstaltungen:

12 offiziell geplante Veranstaltungen bzw. Arbeitseinsätze : Zwei Exkursionen mussten abgesagt werden: Die Exkursion zum Borsflether Außendeich, vorgesehen für 22. 01. 1012, konnte wegen Starkregens nicht durchgeführt werden. Die Fahrt zur Meldorfer Bucht musste mangels Beteiligung abgesagt werden. Auch die Fahrt zu Toten Kliff stieß nicht auf Interesse – 1 Teilnehmer!

Die übrigen Exkursionen und ein Vortrag ( s. Anlage, Programme) wurden sehr gut angenommen. Besonders gut besucht war die Libellenbeobachtung und Bestimmung unter der Leitung von Thomas Behrends. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter. Bei einer nicht geplanten zusätzlichen Exkursion Anfang Mai konnten wir den Mitgliedern der NABU Gruppe Nortorf unser NSG zeigen. Highlights Seehund und Wanderfalke.

Im Juni interessierten sich 25 Schüler des Detlefsengymnasiums im Rahmen einer Projektwoche für das Teichbiotop Herrenfeld. Leider ebenfalls bei schlechtem Wetter. Bruterfolg bei Schwan, Kanadagans, Graugans und Blässralle konnten gezeigt werden.

Wanderungen durch das NSG am 17.6. und am 9.9. fanden viel Zustimmung. Am 9.9. durften wir Frau Fritzen, umweltpolitische Sprecherin und zahlreiche Mitglieder von Bündnis 90 die Grünen begrüßen. Sie waren sehr beeindruckt. Diesmal Glück mit dem Wetter, sehr warm!

Der Vortrag von Herrn Dirk-Peter Meckel, Projektleiter im Landesverband Eulenschutz war sehr gut besucht.

Arbeitseinsätze: Neben den offiziell angekündigten Einsätzen, die alle vier sehr erfolgreich waren, nämlich: Ausbringen von kleinen Schwimminseln im Teich I des Herrenfeldes, Mahd der Inseln im Herrenfeld, Müllsammelaktion im NSG und Nistkastenaktion in den Städtischen Anlagen wurden Einsätze am „Lebendigen Teich“ durchgeführt.: Dreimalige Mahd, 2 mal Entfernung des Riesenbärenklaus . Daneben „Entkusselarbeiten“ im NSG. Die Nistkastenaktion konnte diesmal erst im Januar durchgeführt werden. (Christine und Heiko)

Weitere Einsätze Einzelner.: Als Mitglieder des Naturschutzdienstes viele Begehungen des NSG „Rhinplate...“ durch Heiko S. und Sybille P. ---Teilnahme an NABU- Landes-versammlung und Landesdelegiertenversammlung, Teilnahme an Erörterungsterminen A20. Alle 4 Wochen internationale Wasservogelzählung ( Petersen S.+ M. und Nani Gienapp).

Unser vorweihnachtliches Treffen war gut besucht (20 Teilnehmer). Darstellung der Aktivitäten unserer Gruppe in einer Power-Point – Präsentation.

NSG „Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt“

Mehrfache Begehung das NSG zur Dokumentation der Entwicklung von Flora und Fauna, wobei es sich nicht um eine offizielle Kartierung handelte. Ich möchte an dieser Stelle nur einige Beobachtungen erwähnen: Leider im vergangenen Jahr keine Schwarzkehlchen, dafür aber wiederum der Neuntöter, Brut fraglich. Wir hoffen auf dieses Jahr.

Seit Dezember ist bekannt, dass sich auf der Rhinplate ein Seeadlerpaar angesiedelt hat. Ein großer Horst wurde gebaut. Deshalb sind wir sehr erleichtert, dass die Firma Steinbeis ihre WKA-Pläne aufgegeben hat und das nicht unbedingt aus Naturschutzgründen, sondern wegen Überschreiten von Grenzwerten die Lärmemissionen betreffend.

Möglicherweise hat sich auch ein UHU-Paar im Bielenberger Wäldchen angesiedelt.

Die stark gefährdete Art „Dünensandlaufkäfer“ konnte nur noch an einigen wenigen sandigen Arealen beobachtet werden. „Highlights“ der Pflanzenwelt waren wie im Vorjahr ins-besondere die Sandstrohblume, die Jasione, Zwergfilzkraut und das Tausendgüldenkraut. Die Verbreitung des scharfen Mauerpfeffers ist leider rückläufig, während Bauernsenf, Silbergras und Filzkraut und Rentierflechte zunehmen. Stark vermehrtes Vorkommen von Jakobskreuzkraut. Wurde von uns vor der Blüte gemäht. Befall mit Blutbärraupen. Der japanische Staudenknöterich wurde wiederum mehrmals gemäht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Probleme sind wie im Vorjahr die starke Frequentierung des Bielenberger Wäldchens durch Touristen. Mehrere NSG-Schilder wurden beschädigt. AM Elbufer gegenüber des Radarturmes wurde ein NSG -Schild aufgestellt.- Auch der Aufwuchs von Birken und Pappeln auf dem Trockenrasen konnte trotz Beweidung nicht wesentlich beeinflusst werden. Weiterhin„Entkusseln“ nötig.

Die Beweidung mit Heidschnucken wurde in diesem Winter weitergeführt.

Begehung mit der Stiftung Naturschutz, die jetzt auch Eigentümerin der Waldflächen zwischen altem und neuem Deich ist. Welche Pläne die Stiftung mit diesem Areal hat, wissen wir noch nicht.

Ausgleichsfläche Herrenfeld (Teichgebiet )

Das ganze Jahr über herrschte reger Betrieb auf den Teichen und auf den angrenzenden Feldern. Besonders auffallend die große Anzahl von Nonnengänsen von bis zu 1000 Tieren zwischen den Teichen. Erst Mitte Mai zogen sie ab. Bruterfolg konnten wir bei Kanadagans, Höckerschwan, Blässralle, Stockente, Reiherente, Haubentaucher, Sturmmöwe und Lachmöwe registrieren. Eine Schwarzkehlchenbrut konnten wir diesmal leider nicht nachweisen. Eine größere Lachmöwenkolonie hat sich wieder wie im vergangenen Jahr auf einer der Inseln im Teich III angesiedelt. Im April wurden kleine Schwimmflöße auf Teich I ausgebracht. Mit dieser Aktion sollte versucht werden den gefährdeten Trauerseeschwalben einen Brutplatz anzubieten. Zu dieser Aktion waren auch die Anwohner eingeladen. Familie Magens sorgete für die Verköstigung, sehr lecker. Die kleinen Inseln wurden gerne benutzt von Reiherenten, Möwen Bläßrallen, und Kormoranen. Nur auf die Trauerseeschwalben müssen wir noch warten. ( Versuch wird wiederholt). 23.9. Mahd der 4 Inseln. Ohne unseren Pächter Herrn Magens hätten wir die Aktionen sicherlich nicht so gut durchführen können. /Teilnehmer Mahd: 7 Erwachsene, 5 Kinder, zwei Boote, zwei Freischneider, Trecker mit Hänger.

Eine Schleiereule hat sich bis jetzt noch nicht eingefunden. Vielleicht klappt es dieses Jahr.

100% Vereisung der Teiche im Januar und Februar.

Bingo-Projekt „Lebendiger Teich“

Die Pflegearbeiten wurden von NABU-Mitgliedern durchgeführt: Im Mai und August Bekämpfung des Riesenbärenklaus, im Juni ( 14.6. – 30. 6. 09) Mahd des südlichen Anteils mit Freischneider, Sense und Elektrischem Rasenmäher, danach im August und September mit Rasenmäher. Da das Schilf sehr stark gewuchert war, wurden einige Lücken geschnitten.

Leider sind inzwischen fast alle gepflanzten Uferpflanzen, z.B. Schwanenblume, Pfeilkraut, Igelkolben entweder von Schilf überwuchert oder von Enten abgefressen worden. Einzelne Sumpfdotterblumen, Blutweiderich, Mädesüß und Iris, sowie Wasserdost haben überlebt.

Bruterfolg gab es bei Bläßralle, Teichhuhn, Stockente und Reiherente. Sehr auffallend ist der laute Gesang von Teichrohrsänger und Sumpfrohsänger und Rohrammer. Lautes Gequake von Teichfröschen. Auch kleine Erdkröten konnten wir beobachten.

Die Reagenzien für die Wasseranalysen wurden rechtzeitig vor der Frostperiode ins Klärwerkgebäude gebracht. Aktionen am Teich waren nicht nachgefragt.


Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Website wird laufend von Frau Berg aktualisiert. An dieser Stelle herzlichen Dank!

Leserbriefe gegen A20 auch in 2012. Leserbrief zum Thema „Landfraß“ am 10.1.12 Wahrscheinlich ohne Wirkung.

Berichte über NSG-Wanderung,Müllaktion und Nistkastenaktion in der Glückstädter Fortuna.

Übrigens: Der NABU Schleswig-Holstein hat eine ausgezeichnete Internet-Präsentation. Alle aktuellen Themen werden dargestellt und hervorragend kommentiert.

§ 29-Arbeit, Stellungnahmen / Erörterungstermine

Solarpark Neuenbrook

Planänderung Docke

Camping/Wohnmobilplatz Brokdorf

Beteiligung an den Gesprächen über den NOB-Halt in Glückstadt 2014 (Heiko und Christine)

A 20: Inzwischen wurden 6 Ordner über eine Planänderung des Tunnelabschnitts der A20 ausgelegt. Wir sind dabei eine Stellungnahme zu erarbeiten.

Da auch weiterhin kein Investor für das Tunnelbauwerk in Sicht ist, - kein Wunder bei geschätzten Kosten von 1,3 Mrd. Euro- und somit das Geld fehlt, liegt die Sache auf Eis. Vor 2017wird sich wohl nichts tun. Die neue rot-grüne Landesregierung hat sich darauf geeinigt, das Projekt in dieser Legislaturperiode nur bis zur A7 weiterzuführen. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass das Ganze ein „Wahnsinn“ ist. Wir brauchen kein „Stuttgart 21“ in der Elbmarsch.

Elbvertiefung noch nicht entschieden (Bundesverwaltungsgericht)


Sonstiges:

Gruppentreffen der NABU-Gruppe an jedem 1. Mittwoch im Monat.

Vogel des Jahres 2013: Bekassine

Landesversammlung am 22.2.2013 in Neumünster .- Eine Wichtige Mitteilung für alle Gruppen: ab 2013 dürfen NABU-Gruppen keine Rücklagen mehr bilden. Das vorhandenen Geld muss binnen zwei Jahren ausgegeben werden.

Anschaffungen?? Muss in Ruhe überlegt werden.

Landesdelegiertenversammlung am 17.3..2013 in Neumünster. Wer geht mit?

Dr. S. Petersen

1.Vorsitzende