Jahresbericht

Sie finden hier den aktuellen Jahresbericht 2009 des Vorstands.
 
Veranstaltungen:

11 offiziell geplante Veranstaltungen bzw. Arbeitseinsätze .3 Exkursionen und ein Arbeitseinsatz konnten nicht durchgeführt werden: Die Fahrt mit dem Vogelkieker durch das Land Nordkehdingen musste im Februar abgesagt werden, da wegen starker Vereisung die Wintergäste nach Holland weitergezogen waren, im November musste abgesagt werden, weil der Veranstalter einen neuen Vogelkiekerbus bestellt hatte, der aber noch nicht geliefert werden konnte. Wir hoffen, dass wir den Termin am 21.1.2010 durchführen können. Die Begehung der Ausgleichsfläche Herrenfeld , die für diesen Winter vorgesehen war musste wegen Vereisung der Teiche ebenfalls ausfallen, da Wasservögel natürlich nicht beobachten waren. – Eine Müllsammelaktion im NSG „Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt konnte am angekündigten Termin witterungsbedingt nicht stattfinden . Wurde 2 Tage später nachgeholt.

Teilnehmerzahlen der übrigen Veranstaltungen: Exkursion zum Borsflether Außendeich im Februar- 14 Personen, trotz Regen. Wanderung durch das NSG im April, 11 Teilnehmer (davon 3 Kinder ), im Juni 10 Teilnehmer.

Nistkastenaktion in den Städtischen Anlagen sehr erfolgreich. Auffallend viele nicht ausgebrütete Eier und mehrere Vogelkadaver- wahrscheinlich wegen der ungünstigen Witterung im Juni.

NSG „Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt“

Mehrfache Begehung das NSG zur Dokumentation der Entwicklung von Flora und Fauna, wobei es sich nicht um eine offizielle Kartierung handelte. Ich möchte an dieser Stelle nur einige Beobachtungen erwähnen: Im Mai kreisten 2 Seeadler über dem NSG, Rohrweihen wurden mehrfach gesichtet, 5 Baumpieperreviere konnten gezählt, werden, Buntspechte mindestens 3, verschiedene Grasmückenarten, etc. –Während einer Müllsammelaktion im Oktober wurde eine Sumpfohreule aufgescheucht. Die stark gefährdete Art „Dünensandlaufkäfer“ konnte nur noch an einigen wenigen sandigen Arealen beobachtet werden. Zum ersten Mal seit längerer Zeit Julikäfer! „Highlights“ der Pflanzenwelt waren insbesondere die Sandstrohblume, die Jasione, und das Tausendgüldenkraut, die Verbreitung des scharfen Mauerpfeffers ist leider rückläufig, während Bauernsenf, Silbergras und Filzkraut zunehmen. Auf einer im Vorjahr gefrästen Fläche kam es zu einer auffallend dichten Besiedlung mit der zweijährigen Nachtkerze. Der japanische Staudenknöterich wurde wiederum mehrmals gemäht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Probleme sind wie im Vorjahr die starke Frequentierung des Bielenberger Wäldchens durch Touristen, ein Zeltlager mit 5 Zelten von Wasserwanderern am Rande des Treibselsaumes musste vom „Platz“ geschickt werden. Bei der UNB wurde deshalb beantragt ein zusätzliches NSG-Schild am Elbufer aufzustellen.-

Neues Problem: Marderhunde. Die Jäger haben bereits 6 geschossen. Gefahr für Bodenbrüter! Herr Huckfeldt beantragt Aufbau einer geschlossenen Kanzel. Frau Lange stimmt zu.


Die Beweidung mit Heidschnucken wurde in diesem Winter weitergeführt. Ende März mussten wir die Herde wieder einfangen, da sie sich außerhalb der Umzäunung auf dem Grünstreifen aufhielt.

Ausgleichsfläche Herrenfeld (Teichgebiet )

Das ganze Jahr über herrschte reger Betrieb auf den teichen und auf den angrenzenden Feldern. Bruterfolg konnten wir bei Kanadagans, Höckerschwan, Bläßralle, Stockente, Reiherente, Haubentaucher, Sturmmöwe registrieren. So führten z.B. 5 Reiherenten

Weibchen 31 Küken. Ende September Mahd der Inseln und Versuch, die Brombeeren auf der großen Insel (Teich 2 ) auszugraben. Ohne unseren Pächter Herrn Magens hätten wir die Aktion sicherlich nicht so gut durchführen können. Seit Ende Dezember bis jetzt waren die Teiche zu 100 % vereist, sodass sich keine Wintergäste einstellten. Nach Auskunft von Herrn Magens kam es durch den Frost zum Abbruch der Steilkante, an der wir vor 2 Jahren Eisvogelhöhlen eingesetzt hatten. Eine Höhle ist wohl ausgebrochen. Der Versuch , Nisthilfen für Trauerseeschwalben anzulegen, ist letztes Jahr misslungen und könnte vielleicht wiederholt werden.

Probleme mit Riesenbärenklau gab es in 2009 nicht.

Bingo-Projekt „Lebendiger Teich“

Leider sind die Pfadfinder mehr oder weniger aus dem Projekt ausgestiegen, wollen sich aber in 2010 wieder beteiligen. Elke hat im Mai mit großem Erfolg eine Schulklasse beim Keschern betreut (Eigentlich Aufgabe der Pfadis!).

Die Pflegearbeiten wurden von NABU-Mitgliedern durchgeführt: Im Mai und August Bekämpfung des Riesenbärenklaus, Ende Juni ( 27.6. – 30. 6. 09) Mahd des südlichen Anteils mit Freischneider, Sense und Elektrischem Rasenmäher, danach im August und September mit Rasenmäher. Da das Schilf sehr stark gewuchert war, wurden einige Lücken geschnitten.

Leider sind inzwischen fast alle gepflanzten Uferpflanzen, z.B. Schwanenblume, Pfeilkraut, Igelkolben entweder von Schilf überwuchert oder von Enten abgefressen worden. Einzelne Sumpfdotterblumen, Blutweiderich, Mädesüß und Iris, sowie Wasserdost haben überlebt.

Bruterfolg gab es bei Bläßralle, Teichhuhn, Stockente und Reiherente. Sehr auffallend ist der laute Gesang von Teichrohrsänger und Sumpfrohsänger, auch ein Rohrschwirl war zu hören. Lautes Gequake von Teichfröschen. Auch kleine Erdkröten konnten wir beobachten.

Im April sollten wir die gesamten Reagenzien zur Wasseranalyse überprüfen und evtl. Ersatz bestellen.

Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Website wird laufend von Frau Berg aktualisiert. An dieser Stelle herzlichen Dank!

Im neuen Steinburger Jahrbuch hat sich der NABU Glückstadt mit 3 Beiträgen „verewigt“. Schwierigste Aufgabe war die Unterbringung der Photos.

Vor der Bundestagswahl Begleitung der Grünen bei Ihrer Tour gegen A20 und Elbvertiefung. (August ).

Beitrag im Schleswig-Holstein-Magazin zum Thema „Elbvertiefung“ mit Fackeldemonstration (November).


§ 29-Arbeit, Stellungnahmen / Erörterungstermine

Abschaffung der Baumschutzsatzung in Glückstadt- Widerspruch ohne Erfolg. Größere Fällaktionen müssen jetzt beim Kreis angemeldet werden.

Erörterungstermin zur Elbvertiefung in Brunsbüttel. NABU fordert erneute Auslegung des LBP (Landschaftspflegerischer Begleitplan ). Es ist anzunehmen, dass es zu einer Planänderung kommt, die dann neu ausgelegt werden muss. Folgen einer weiteren Elbvertiefung um 1,5 – 2m sind u.E .unberechenbar. (Tidekennwerte, Strömungs-geschwindigkeit, Versandung, Wasserbeschaffenheit etc )

Stellungnahmen zum Bau von Kohlekraftwerken in Brunsbüttel. Keine Teilnahme an den Erörterungsterminen. Zeitlich einfach nicht zu machen! Kohlekraftwerk Stade „gestrichen“.

Stellungnahmen zu drei Abschnitten der A20 , Abschnitt A23 – B431 (2008), Abschnitt Hohenfelde bis L114, und Tunnelabschnitt. Erörterungstermin für den Abschnitt A23- B431 war jetzt in der Erörterung, 5 Tage von 9:00 –18:00 Uhr. Ergebnis: es wird Planänderungen geben, die neu ausgelegt werden müssen.

Glückstadt, den 3. März 2010