Projekte, Tipps und Informationen


Herbst 2016 Zur Bekämpfung von Nagertieren möchten wir gemeinsam mit dem Kreisnaturschutzbeauftragen für den Kreis Steinburg, Mathias Günther, folgende Tipps geben, die Sie in den pdfs finden.

Bekämpfung von Nagertieren
Gute-fachliche-Anwendung-nicht-Sachkundiger (baua)
2016-2017 Die NABU Gruppe Glückstadt übernimmt Patenschaft

Noch bis 30. November 2017 wird die NABU Gruppe Glückstadt die Patenschaft für folgendes Projekt übernehmen:
Erlenhof am Kuhdamm
Mehrgenerationen-Wohnprojekt mit Lernbauernhof ( in Gründung )
Die Grundidee ist das Leben und Arbeiten für junge und alte Menschen, für Menschen mit Assistenzbedarf und für Menschen, die keine eigene Assistenz brauchen. In einer überschaubaren Umgebung, in den Sozialraum eingebunden, generationsübergreifend, alten- und behindertengerecht, barrierefrei.
Wohnprojekt: Die Zielgruppe
Ca. 10 Menschen mit Assistenzbedarf: Junge Menschen mit Behinderungen, die noch bei ihren Eltern wohnen und die eine von den Eltern unabhängige Wohnform möchten.
Ca. 10 ältere Menschen, die in ihrer Lebensphase, jetzt oder später, nicht mehr ganz ohne Assistenz oder die Sicherheit in einer Gemeinschaft leben möchten.
2 junge Familen, die ein Wohnen auf gemeinschaftlicher Grundlage möchten und dieses Konzept mittragen und gegebenenfalls auch eine Assistenz in unterschiedlichem Umfang für die MitbewohnerInnen geben möchten.
Der Zeitpunkt
Vor über 30 Jahren begannen Kindergärten mit der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen. Jetzt möchten diese Erwachsenen mit Behinderungen weiterhin ohne Aussonderung in der Gemeinde leben und arbeiten. Immer mehr Frauen und Männer der Generation 50plus planen für ihren Un-Ruhestand das Wohnen in gemeinschaftlicher Form, je nach Bedürfnis und Möglichkeit. Im Projekt „Erlenhof am Kuhdamm“ sollen u.a. diese aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vereint werden.
Der Standort
Das inklusive Mehrgenerationen-Wohnprojekt hat in der Metropolregion von Hamburg im südwestlichen Schleswig-Holstein in der Gemeinde Kiebitzreihe (ca. 2300 Einwohner) bei Elmshorn eine Fläche von ca. 30000m² zur Verfügung. Am 6. August 2013 trat der Bebauungsplan durch Veröffentlichung in Kraft.
Die optimale Lage in direkter Nähe des Kindergartens, der Grundschule, der neuen Mehrzweckhalle und der Sportplätze von Kiebitzreihe ermöglicht vielfältige Freizeit- und Arbeitsmöglichkeiten, wie z.B. den Betrieb des Lernbauerhofes auf dem Gelände des Projektes für Kindergärten und Schulen und als Basis für weitere Kooperationen im Ort und darüber hinaus. Durch den Lernbauerhof entstehen für die Menschen mit Assistenzbedarf öffentlich eingebundene Arbeitsplätze mit vielfältigen Inklusionsansätzen.
Laufender Betrieb
Die Wohnungen sollen von einer Baugenossenschaft / Baugesellschaft erstellt werden und an die Bewohner vermietet werden. Eigentumswohnungen sind möglich.
Die Betreuung und ambulante Pflege soll durch etablierten Dienstleister erbracht werden.

Lernbauernhof
(Finanziell / planerisch unabhängig)
Der Lernbauernhof verbindet mehrere Ziele und Möglichkeiten in diesem ganzheitlich ausgerichtetem Projekt "Erlenhof am Kuhdamm".
Die Basis des Lernbauernhofes ist die Ackerfläche des ehemaligen kleinen landwirtschaftlichen Betriebes Kuhdamm 3 in Kiebitzreihe. Die Fläche (ca. 3 ha) grenzt sowohl an den Kuhdamm wie auch an die Schulstraße.
Der Lernbauernhof kann durch diese unmittelbare Nähe „auf der anderen Straßenseite“ ideal und umfassend in den Unterricht der Grundschule und in die Aktivitäten des Kindergartens als integraler Bestandteil für Schule und Kindergarten einbezogen werden. Die auf dem Lernbauernhof zu verrichtenden Arbeiten bieten eine hervorragende Beschäftigungsmöglichkeit und Einbeziehung der Menschen mit Assistenzbedarf aus dem Mehrgenerationenprojekt "Erlenhof am Kuhdamm".
Auf dem Gelände des Lernbauernhofes können Klassen, Arbeitsgemeinschaften, Kinder aus dem Kindergarten, ... ihre Beete anlegen, ihre Büsche und Bäume im Rahmen eines Gesamtkonzeptes pflanzen, Kaninchen oder Hühner oder andere Tiere selbst oder als Paten halten, ....v In den Ferienzeiten, wenn seitens der Schule und des Kindergartens keine Pflanzenpflege, Betreuung und Versorgung der Tiere ... „ihrer“ Projekte erfolgen können, übernehmen die MitarbeiterInnen des Lernbauernhofes die Betreuung der Projekte vollständig.
Durch die ebenfalls in unmittelbarer Nähe an der Schulstraße gegenüber der Schule vorhandene Bushaltestelle des ÖPNV / HVV ist der Lernbauernhof auch für auswärtige Gäste, Schülerinnen und Schüler und Kinder aus Kindergärten gut erreichbar und kann entsprechend sehr gut genutzt werden.
Tiere auf dem Lernbauernhof :
z. B. :
2 Angeliter Kühe (Alte Zuchtrichtung, vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse ) mit Kälbern
Hühner und Gänse, 2 Schweine, Ferkel, 1 Hofhund, Labrador oder Schafpudel (vom Aussterben bedrohte Haustierasse)
Kaninchen, ... auch als „Pensionstiere“ aus der Grundschule oder dem Kindergarten
Es können nach Bedarf seitens der Grundschule und des Kindergartens und weiterer „Kunden“ Beete, Pflanzungen, ... auf entsprechenden Parzellen individuell angelegt und von den Schülerinnen und Schülern und den Kindergartenkindern, ... sehr naturnah genutzt werden.
Die Einrichtung von Parzellen im Rahmen eines Mietgartens, ... sind möglich.
Für einen kleinen Naturlehrpfad, ein Feuchtbiotop sowie andere Naturprojekte sind die entsprechenden Flächen vorhanden und stehen Interessenten, Unterstützern, ... zur Verfügung.
Es ist ausdrücklich gewünscht, Kooperationspartner, wie z.B. Landwirte aus der Umgebung, interessierte Verbände, z.B. des Naturschutzes, ... einzubinden.

Ansprechpartner, Initiator, Grundeigentümer:
Gerhard Kruppa, Schützenstraße 25, 25368 Kiebitzreihe, T. 04121-5479, gerd.kruppa@gmx.de

6. Sept. 2011 NABU fordert sofortiges Verbot von Grünlandumbruch

Dauergrünland muss erhalten werden!
Grünlandumbruch auf Niedermoorböden aus Klimaschutzgründen verbieten
Neumünster, 5. September 2011: Wiesen und Weiden werden in Schleswig-Holstein immer seltener. Stattdessen prägen zunehmend Maisäcker und Silograsfelder das Bild unserer Landschaft. Sogar seit dem Inkrafttreten der sogenannten Dauergrünland-Erhaltungsverordnung im Juni 2008 sind dem Land 6.700 ha Dauergrünland verloren gegangen. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU ein sofortiges Umbruchverbot.
Den anhaltenden Grünlandverlusten wirkungsvoll entgegen zu treten, gehört nach Auffassung des NABU zu den vordringlichsten ökologischen Notwendigkeiten in unserer Kulturlandschaft. Denn Grünlandschutz ist Umweltschutz - und das unter fast allen wichtigen ökologischen Gesichtspunkten.
Stichwort Klimaschutz
Im Gegensatz zum Acker wirkt Dauergrünland als Senke für das Treibhausgas Kohlendioxid, in dem es je nach Bodenverhältnissen der Atmosphäre 3,7 t bis 22 t CO2 pro Hektar und Jahr entzieht. Wird aber Grünland zu Acker umgebrochen, werden jährlich mindestens 10 t CO2 pro Hektar emittiert. Ganz besonders klimaschädlich ist die weit verbreitete Umwandlung von Grünland zu Maisäckern auf moorigen Niederungsböden, bei dem jedes Jahr nach dem Umbruch 30 t bis über 50 t CO2 pro Hektar durch Abbau der organischen Moorbodensubstanz freigesetzt werden.
Stichwort biologische Vielfalt
Während auf Äckern mittlerweile kaum noch Insekten, Amphibien oder Vögel zu finden sind, bilden selbst gedüngte und intensiv beweidete Koppeln Lebensraum für zahlreiche Arten. Deshalb führt der Grünlandrückgang zum Artenschwund. So nehmen beispielsweise nicht nur die Bestände von Kiebitz und Feldlerche rapide ab - sogar die Zahl der Stare (die sich ihre Nahrung hauptsächlich auf Viehweiden suchen) geht deutlich zurück.
Stichwort Grundwasserschutz
Mit seiner dichten Grasnarbe bindet Dauergrünland viel Stickstoff, so dass selbst bei intensiver Düngung verhältnismäßig wenig Nitrat in Richtung Grundwasser ausgewaschen wird. Doch beim Umbruch werden schlagartig große Mengen Stickstoff frei und gefährden als Nitrat die Trinkwasserreserven.
Stichwort Gewässerschutz
Eine dichte, dauerhafte Grasdecke hält den Boden optimal fest. In der Agrarlandschaft ist Grünland der beste Schutz gegen Erosion und damit gegen Nährstoffabschwemmung in Richtung Seen und Bäche. Die von den Feldern ausgehenden Düngemitteleinträge in die Gewässer ist maßgebliche Ursache für die Überdüngung der Meere und stellt damit eines der größten Umweltprobleme unseres Landes dar.
Die negativen Auswirkungen des Grünlandumbruchs zeigen sich auf Niedermoorböden besonders extrem. Die dadurch ausgelöste immense CO2-Freisetzung darf aus Klimaschutzerfordernissen nicht länger toleriert werden. Deshalb fordert der NABU für Niedermoorstandorte ein sofortiges und ausnahmsloses Umbruchsverbot.
NABU fordert Grünlanderhaltungsprogramm
Darüber hinaus sollte die Landesregierung mit dem Ziel, die Verluste an Dauergrünland aufzuhalten und vor allem in Gewässernähe und Hanglagen wieder Grünland zur Abpufferung der Nährstoffeinträge zu etablieren, ein Grünlanderhaltungsprogramm mit effektiven Fördermaßnahmen auflegen. Denn die Dauergrünland-Erhaltungsverordnung hat nichtausreichend Wirkung gezeigt, zumal bei Verstoß die Sanktion nur im Verlust von EU-Prämiengeldern besteht. Weil der für eine Biogasanlage vorgesehene Maisacker in der Regel lukrativer als der Bezug der Grünlandflächenprämie ist, gliedern Landwirte Grünland nicht selten aus ihrem Betrieb wirtschaftlich aus und verpachten sie an Agrogasgesellschaften, die diese Koppeln nicht als Landwirtschaftsfläche anmelden und damit auf die Prämie verzichten, sie dafür aber unbeschadet zum Energiemaisacker umbrechen dürfen.
  Kontakt
Fritz Heydemann, Tel. 04522-3971
Ingo Ludwichowski, Tel. 04321-953073

  Im Internet mit weiteren Hintergründen zu finden unter www.NABU-SH.de
Juni 2010 Zwei Schwarzkehlchen im NSG gesichtet. Immer mehr werden auch die Silberreiher.
Samstag, den 24. April 2010 NABU-Unterstützung für Anti-Atom-Menschenkette in Norddeutschland
Der NABU-Bundesverband hat sich bereit erklärt, dem Bündnis für die Menschenkette beizutreten und die Durchführung finanziell zu unterstützen.
Die NABU-Gruppe Glückstadt hat sich mit etlichen Mitgliedern an der Aktion beteiligt.
Menschenkette am 24. 4. zwischen AKW BB und AKW Krümmel 14.30 -> 15.00 h.
Fotos folgen in Kürze.
03.2010 Marderhunde im NSG
Aufstellung einer geschlossenen Kanzel als Winteransitz für die Bejagung des Marderhundes
im NSG "Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt"

Bei der Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe Glückstadt am Mittwoch, 03.03.2010 , wurde o.a. Problem diskutiert.
Obwohl laut NSG-Verordnung die Aufstellung einer geschlossenen Kanzel nicht gestattet ist, hat sich die Mehrheit der anwesenden NABU-Mitglieder
bei einer Enthaltung für eine befristete Aufstellung einer solchen Kanzel ausgesprochen. Begründung:
Seit der Ausweisung des NSG im Jahre 2000 hat sich die Zahl der Bodenbrüter laufend verringert, insbesondere die anfangs noch im Bereich des Trockenrasens
nachweisbaren Feldlerchen ( mindestens 3 Brutreviere) sind verschwunden. Auch Bruterfolge des Sandregenpfeifers sind nicht mehr nachweisbar.
Ob im Gebiet noch Sumpfohreulen brüten wissen wir leider nicht, aber bei Kontrollgängen im vergangenen Jahr wurden Sumpfohreulen aufgescheucht (Oktober 2009).
Es könnte sich dabei auch um Wintergäste handeln. Da seit Ausweisung des NSG ein Betretungsverbot für die Öffentlichkeit besteht,
können Störungen durch Menschen nicht die Ursache für den Rückgang sein. Wir vermuten, dass Füchse und jetzt auch Marderhunde dafür verantwortlich sind.
Hinweis:
Auch im Bereich des Teichbiotops Herrenfeld wurden seit 2003/4 keine Brutreviere der Feldlerche beobachtet, in 2002 noch 3 Reviere.
Auch Kiebitzbruten finden sich nur noch auf den Inseln in den Teichen.

12.2009 Steinburger Jahrbuch 2010
Das Steinburger Jahrbuch 2010 ist erschienen zum Thema Naturkundliche Wanderungen und Führungen.
Der NABU Glückstadt hat dort drei Beiträge publizieren dürfen. ISSN: 0561-9920

Sonntag, 21. Juni 2009 SO geht es nicht!! Bei einem Kontrollgang werden sechs (!!) Zelte und mehrere Familien im NSG Glückstadt Süd elbseits gesichtet.
In Trockenrasennähe lodert ein Feuer. In NSGs sind Feuer, Betreten, Campieren und jede Störung der sensiblen Natur strengstens untersagt.

foto c.berg
Mittwoch, 24. Juni 2009 Auf Wischhafener Seite der Elbe ein Paar Streifengänse, die asiatische Irrgäste sind bzw. aus Gehegen stammen müssen.
Auf Glückstädter Seite bei Kimming etliche Kampfläufer.
Sonntag, 24. Mai 2009 Auf der Brammerbank werden 25-30 Seehunde unterschiedlicher Größe gesichtet.
Ebenfalls dort ein Seeadler sitzend, ca. 12:00 bei auflaufendem Wasser, später auffliegend, vermutlich im 2.-3. Lebensjahr.
Seitdem ab und zu Sichtigung von Seeadlern. Auch von überfliegenden Kranichen, z.B. 30 Stück bei Kollmar Richtung Süden.